Wenn von der Renaissance gesprochen wird, spricht man über die europäische Kulturepoche im 15. und 16. Jahrhundert, der Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit – das goldene Zeitalter. Zu dieser Zeit entwickelte sich Kunst auf ganz neuer Weise, sei es Klassische Musik, Theater oder Malerei. Drei wichtige Künstler dieser Zeit sind Leonardo da Vinci, Michelangelo Buonarroti und Raphael.

Leonardo begann seine wichtigen Werke in den 1480er Jahren zu produzieren, daher sind sich die meisten Kunsthistoriker einig, dass die 1480er Jahre der Beginn der Hochrenaissance waren. Raffaels Tod und die Plünderung Roms im Jahre 1527 markierte das Ende der Hochrenaissance.

Die Renaissance fand in Mailand, Venedig, Florenz und in Rom statt. Ein attraktives Merkmal, das Rom den Künstlern zu dieser Zeit bot, war eine Reihe ehrgeiziger Päpste die sich einig waren, dass Italien bessere Kunst brauchte. Künstler gehen dorthin, wo Kunstförderung stattfindet. Zwischen den päpstlichen Bitten und dem Geld das in Rom war, wundert es nicht, dass sich die großen drei Namen der Hochrenaissance jeweils in Rom fanden.

Leonardo da Vinci (1452-1519)

Wurde ausgebildet in Florenz. Er ist am besten als Maler bekannt, hat aber auch absolut alles andere gemacht. Studierte menschliche Anatomie durch Dissektion, glaubte nur an das was er sehen konnte, hatte einen Herzog als seinen ersten Patron, malte schöne Frauen, von denen die meisten köstliche Geheimnisse zu genießen schienen. Und er mochte Michelangelo nicht, war aber für Raphael eine Art Mentor.

Michelangelo Buonarroti (1475-1564)

Wurde ausgebildet in Florenz. Er ist am besten als Maler und Bildhauer bekannt, arbeitete aber auch in der Architektur und schrieb Gedichte, studierte die Anatomie des Menschen durch Dissektion und nutzte das Wissen von solchen, um Gott zu verherrlichen. Er mochte Leonardo nicht, war aber ein eher widerstrebender Mentor für Raphael.

Raphael (1483-1520)

Er studierte in Florenz, wo er Leonardos und Michelangelos Werke studierte. Ist am besten als Maler bekannt, arbeitete aber auch in der Architektur. Seine ersten Kunden waren diejenigen, die eigentlich Leonardos oder Michelangelos Bilder wollten, aber sich für Raphael entschieden. Er malte in einer sanften Art und Weise, idealisierte Leonardo und schaffte es trotzdem mit Michelangelo auszukommen.